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Lernort Natur

Informationsveranstaltung zur Afrikanischen Schweinepest

Die afrikanische Schweinepest (ASP) ist für uns Jäger, aber vor allem auch für die Landwirte in Deutschland eine große wirtschaftliche Bedrohung. Was kann da auf uns Jäger zukommen?
Wichtig ist, gut informiert zu sein. Deswegen hatten wir zu unserem Stammtisch Anfang Dezember 2018 einen sehr kundigen Referenten eingeladen, ausdrücklich ging auch die Einladung an alle Pächter und Revierinhaber unseres Hegeringes. Sie sind die in erster Linie Betroffene und Verantwortliche. Und so waren sehr viele interessierte Zuhörer erschienen, die dem Vortrag von Dr. Klaus Mann vom Kreisveterinäramt Siegburg konzentriert verfolgten.
Dr. Klaus Mann informierte über den derzeitigen Ausbreitungsstand der ASP in Europa, sie ist uns in Belgien schon sehr nahegekommen. Bekannt ist uns allen, dass die Hauptursache für die Verbreitung der Seuche vom Menschen ausgeht. Achtlos weggeworfene Lebensmittel, die aus dem Verbreitungsgebiet der ASP stammen sind ein Ansteckungspool. Für uns Jäger ist es wichtig, Anzeichen bei erkrankten Wildschweinen zu erkennen, jedes auffällige Tier muss gemeldet werden; dies ist auch schon in der Wildbrethygieneverordnung vorgeschrieben. Sollte die ASP bei uns ausbrechen, geht automatisch die Handlungshoheit in die Hand der staatlichen Behörden. Angeordnete Zwangsbejagungen und Suche verendeter Sauen in unseren Revieren sind dann erste Schritte. In jedem Fall wird dann die Jagd und auch schon das Betreten betroffener Kernzonen verboten, bzw. stark eingeschränkt werden.
Wir Jäger müssen alles tun, damit es zu keiner Verbreitung der afrikanischen Schweinepest in unseren Revieren kommt. Wichtig ist die Einhaltung grundlegender Hygienemaßnahmen, selbstverständlich sein sollte die Reinigung unserer Jagdausrüstung nach jeder Jagd. Nach Jagden in potentiellen Gefahrengebieten auch Desinfektionsmaßnahmen. Die Ausführungen von Dr. Klaus Mann gaben sehr klare und eindrückliche Informationen, viele klärenden Fragen aus der Runde der Teilnehmer konnten ausführlich beantwortet werden. Es war ein wichtiger und nachdenklich stimmender Vortrag, die ASP ist eine sehr gefährliche Seuche. Ein Ausbruch würde in unseren Revieren und bei den heimischen Landwirten sehr hohe wirtschaftliche Verluste zur Folge haben.  

Natürlich warm

Jäger nutzen nachhaltig erzeugten Rohstoff

Tragen sie einen Pelzmantel? Nein? Dann sind sie in guter Gesellschaft, denn für Omas Pelzmantel mussten oft geschützte oder unter zweifelhaften Umständen gehaltene Pelztiere ihr Leben lassen. Tatsächlich tragen viele Modebewusste wieder Pelz in Form eines Kragens an der Kapuze – doch auch hier ist die Quelle der Felle oft im Dunkeln.

Der Deutsche Jagdverband hat sich 2016 zur Aufgabe gemacht hier eine Alternative zu bieten und nachhaltig erzeugte Felle von heimischen Raubtieren besser als bisher verfügbar zu machen. Diese Initiative heißt Fellwechsel und wird von den Hegeringen Siebengebirge und Agger-Sieg tatkräftig unterstützt.

Warum werden Raubtiere, wie Fuchs, Dachs, Marder, Waschbär und andere Arten bejagt? Zum einen steht der Schutz von Rebhuhn, Fasan und Hase im Vordergrund. Hier gehören vor allem ihre Jungtiere in das Beutespektrum von Fuchs und Co. Die Räuber werden immer zahlreicher, da sie keine natürlichen Feinde haben. Alle drei Arten sind stark zurückgegangen und Untersuchungen haben gezeigt, dass sich diese Arten mit Landschaftsgestalterischen Maßnahmen alleine nicht erholen können. Zu sehr setzen ihnen das geringere Nahrungsangebot an Insekten und Grünstreifen sowie die Raubsäuger zu.

Zum anderen unterstützen die Jäger Artenschutzprogramme und die Umsetzung der EU-Verordnung zum „Management invasiver Arten“ wie z.B. Mink, Marderhund und Waschbär.

Bei der Jagd auf all diese Raubtiere fällt ein bisher in Deutschland nur von Jägern genutzter Rohstoff, das sehr wertvolle Fell an.

Um die Jäger bei der zeitaufwendigen Arbeit vom Abstreifen des Felles, dem Gerben bis zum Endprodukt zu unterstützen, wurde eine zentrale Station in Deutschland für diese Arbeiten eingerichtet. Hier werden die kompletten Wildkörper angeliefert und professionell weiterverarbeitet. Das Endprodukt sind dann Produkte wie Mützen oder Handwärmer aus nachhaltig erzeugtem Fell von heimischen Wildtieren.

Bleibt noch die logistische Aufgabe das Wild zu sammeln und an die Zentralstelle zu senden. Hier wurden die örtlichen Jägerorganisationen angefragt, regionale Sammelstellen einzurichten, von denen die Tiere abgeholt werden. Im Rhein-Sieg-Kreis haben der Hegering Siebengebirge und der Hegering Agger-Sieg gemeinsam eine Sammelstelle eingerichtet, eine Gefriertruhe beschafft und die Logistik organisiert; die Hegeringe teilen sich die Kosten. Dort können die Mitglieder der beiden Hegeringe das erlegte Raubwild anliefern.

Diese neue Zusammenarbeit zeigt, wie wichtig den Hegeringen dieses Projekt ist. Sie jagen nachhaltig mit großer Freude und Professionalität und machen sich Gedanken um die Verwertung. Auch das Fell unserer Wildtiere liefert überzeugende Produkte, gerade in der kalten Jahreszeit heißt das Angebot: Natürlich warm!

 

 

 

Hubertus - Schutzpatron der Jäger

Es ist ein ganz wichtiger Termin für uns Jäger im Siebengebirge, Anfang November die Hubertusmesse. Am Sonntag, den 04.11. trafen wir uns in der Pfarrkirche Sankt Martin in Bad Honnef/Selhof. Wie auch im letzten Jahr waren die Farben rot und grün sehr präsent. Wieder feierten die Karnevalisten von der Karnevalsgesellschaft „Halt Pol“ und die Jäger vom Hegering Siebengebirge einen gemeinsamen Gottesdienst. Wir gedenken unseren Verstorbenen, feiern unsere Schutzpatrone und freuen uns auf die kommende Session und auf unsere herbstlichen Jagden. Der „Introitus“, geblasen von der Bläsergruppe des Hegeringes begrüßte ein volles Gotteshaus. Die Nächstenliebe, die Achtung der Schöpfung und damit die Grundlage unseres Zusammenlebens waren das zentrale Thema der Lesung und der Predigt von Dr. Herbert Breuer. Wir müssen grundlegende ökologische Zusammenhänge erfahren, es beginnt mit ganz kleinen Lebewesen, den Insekten. Wir Jäger haben uns in diesem Jahr die Förderung der Insekten zum Ziel gesetzt. Sie sollen geschützt werden, damit sie sich vermehren können; sie sind dringend erforderlich für ein nachhaltig funktionierendes Ökosystem. Kein Obst, kein Gemüse wie Tomaten und Gurken ohne ihre Mithilfe. Dr. Breuer betonte, dass wir schon im Kleinen die wunderbare Schöpfung Gottes erkennen können, sie lieben lernen und sie mit tiefer Dankbarkeit annehmen können. Auch zur Nächstenliebe zählt das Motto der Karnevalisten. Jeder Jeck ist anders, aber er gehört zu uns. Freude verbreiten, andere zum Lachen bringen, ein ganz wichtiger Weg zueinander zu finden, sich wohl zu fühlen. Auch hier erfahren wir die Botschaft des Evangeliums, nur in der Achtung unserer Mitmenschen den Weg zum guten Zusammenleben zu finden.

Die Bläsergruppe des Hegeringes begleitete den Gottesdienst in beeindruckender und teilweise auch nachdenklich stimmender Weise. Es ist geht uns Jägern schon sehr nahe, wenn wir im Gottesdienst aller unserer Verstorbener so würdevoll gedenken, dann aber auch mit großer Freude den jagdlichen Melodien lauschen. Das „Sortie“ unsere Bläser und der Segen von Herrn Dr. Breuer mit den besten Wüschen für alle Mitfeiernde beendete ein Fest, was uns Mut gegeben hat.  Wir die Jäger und die Karnevalisten freuen uns auf neue Begegnungen.

Dank an Alle sei gesagt, Dr. Breuer für seine guten Worte, Anette Calkin und unseren Bläsern für die so gekonnte musikalische Begleitung des Gottesdienstes und die tollen Zugaben im Anschluss an den Gottesdienst- großer Applaus. Auch dem Team, das das Gotteshaus so bunt und herbstlich geschmückt hat, es war ein rundum  schöner Tag.

 

Wenn es in der Schule krabbelt und summt

 Die Katholische Grundschule Sankt Martinus stellte am 4.10.2018 zusammen mit dem Hegering Siebengebirge ein Insektenhotel an der Grundschule in Bad Honnef auf. Grundschüler übernehmen das Insektenhotel und freuen sich auf den Einzug der ersten Insekten im zeitigen Frühjahr 2019. Gefördert wurde das Projekt mit freundlicher finanzieller Unterstützung der Kreisparkasse Köln aus den Mitteln des PS-Sparens. Hiermit werden gemeinnützige Projekte unterstützt, in diesem Fall steht der Tierschutz im Vordergrund des Vorhabens.

Die Sankt Martinus Grundschule ist im Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im Rahmen der Kampagne „Schule der Zukunft“ aktiv beteiligt und sieht diese Maßnahme als weiteren Schritt zu einer naturnahen Umwelt in Bad Honnef.

„Ab vier Beinen wird es unübersichtlich“ äußert sich ein Elternteil im Vorfeld zu der Aktion. Insekten haben noch immer keinen guten Leumund. Sie stechen, krabbeln mit sechs Beinen, übertragen Krankheiten und bringen auch Insektenliebhaber um den Nachtschlaf. Nur selten erleben Bürger den praktischen Nutzen von Insekten z.B. bei der Honigproduktion oder im Obstanbau durch Bestäubung.

Für Aufsehen sorgte eine Langzeitstudie von insektenkundigen Privatleuten aus Krefeld. Sie hatten festgestellt, dass in den letzten 27 Jahren die Insekten im Raum Krefeld um 75% abgenommen haben. Obwohl seit dem das Insektensterben dem Waldsterben den Popularitätsrang abgelaufen hat, zeigt diese Studie noch einen wichtigen Zusammenhang auf. In ganz Europa gibt es kein Forschungsinstitut, das sich um die Verteilung und Häufigkeit von Insekten kümmert, keine Forschungsgelder gehen in so ein untechnisches, scheinbar rückwärtsgewandtes Thema – und so ist es diesem kleinen Entomologischen Verein aus Krefeld überlassen gewesen die internationale Forschergemeinschaft und die Gesellschaft wach zu rütteln.

Doch wo sollen die zukünftigen Insektenforscher herkommen? Seit langem ist bekannt, dass nur geschützt werden kann, was auch bekannt ist. Aus diesem Grund kommt der Verbreitung von Wissen um Lebensweise und Arten von Insekten eine große Bedeutung zu.

Die Sankt Martinus Grundschule mit der Initiative von Lehrerin Stefanie Dörpinghaus möchte das Wissen um Insekten und deren Lebensweise wieder mehr in den Mittelpunkt bringen und stellt deshalb auf dem Schulgelände ein Insektenhotel auf. Insektenhotels sind, aus verschiedenen Naturstoffen wie Bambusröhren und Tannenzapfen bestehende Stellwände, die von unterschiedlichen Insekten wie Solitärbienen oder Wespen gerne aufgesucht und dann beobachtet werden können. Wespen und nicht in Kolonien lebende Frühjahrsbienen nutzen die Bohrungen und Bambusrühren um dort ihre Eier abzulegen, die dann im Frühjahr 2020 schlüpfen werden.

„Stechen Bienen und Wespen jetzt die Grundschüler?“ war eine weitere Elternfrage, die zu klären war. Nein! Die Bienen und Wespen, die in so einem Insektenhotel Einzug halten, sind nicht Staatenbildend, haben also kein Volk zu verteidigen und stechen deshalb auch nicht.

Aufgestellt und angebracht wurde das Hotel von der Jungjägergruppe des Hegering Siebengebirges, organisiert von Thomas Klingmüller.

Dr. Bernd Zimmermann

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