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Hegering

Bericht des Hegeringleiters zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2014

Das bestimmende Thema der Jägerschaft im Jahre 2014 war die Novellierung des Landesjagdgesetzes. Der Entwurf dieses Papieres wurde Mitte September veröffentlicht. Der Inhalt, die Kommentierung und die bisherigen Änderungen sind allen Jägern hinlänglich bekannt.

Wichtig erscheint mir eine Standortbestimmung die aufzeigt wo Jäger in der Gesellschaft stehen.

Jagd ist eine legitime Nutzung von Naturgütern die von allen Jägern mit Freude betrieben wird. Vor nicht allzu langer Zeit war die Jagd fest in der ländlichen Lebensführung verankert. Auch die städtische Bevölkerung stellte die Jagd grundsätzlich nicht in Frage. Gott sei Dank hält diese Verankerung in unserem Umfeld bis heute.

In den letzten 20 Jahren hat sich im Allgemeinen ein gravierender Wandel vollzogen. Zunehmend weniger Personen erfahren einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen nachhaltiger Bereitstellung von Naturgütern und Verbrauch. Dies geht einher mit zunehmender Urbanisierung der Bevölkerung und einer unersättlichen Konsumerziehung. Diese Situation kann man als Entfremdung von der Natur ansehen. Gleichzeitig wird eine fiktive Natur durch idealisierte Naturfilme und Berichte ins Haus geholt. Der Jäger wird, ebenso wie andere Naturnutzer, mit einer negativen Rolle bedacht und sie sind eine deutliche Minderheit.

Ein anderer bedenkenswerter Aspekt besteht darin, dass Entscheidungen Einzelner wie auch einer Gesellschaft von Gefühlen domminiert werden. Dass Jagd notwendigerweise mit Tötung verbunden ist verhindert bei vielen Laien eine positive Gefühlsprägung.

Das Dilemma in dem sich die Jägerschaft befindet ist nicht, dass sie Kritik ausgesetzt ist, sondern dass sie einer wohlfühlorientierten Gesellschaft gegenübersteht.

Das Fundament auf dem die Jagd in einer urbanen Gesellschaft ruht ist die Tatsache, dass sie einem Gemeinwohl orientierten Zweck erfüllt. Das ist sowohl die Schadensverhinderung in der Kulturlandschaft, die Verhinderung von Wildkrankheiten, aber auch die Erhaltung von der Jagd anvertrauten Wildtierarten. Allein die Freude an der Jagd würde heute nie eine begründende Akzeptanz finden. Nichts destotrotz ist sie die Motivation zur Jagdausübung.

Ich möchte sie mit diesen Ausführungen darauf einstimmen, dass mit Rechthaberei keine Auseinandersetzung zu gewinnen ist. Auch die Gefühlsebene bietet uns keine Überzeugungsplattform. Somit bleibt nur eine sachliche, fundierte Diskussion um Stimmen für unser Anliegen zu gewinnen. Jeder von uns trägt, ob er will oder nicht, zur Meinungsbildung bei. Ihre Argumente sind für sie plausibel, prüfen sie aber auch, ob die Argumente aus Sicht anderer nachvollziehbar sind. Polterei gehört nicht dazu.

Der Landesjagdverband rief am 07.10.2014 zur ersten Regionalkonferenz in Köln auf. Der vollbesetzte Gürzenich gab dem LJV-Präsidium den notwendigen Rückhalt für seine Forderungen.

Die FDP lud im Oktober in Siegburg zu einer Diskussionsrunde „Neues Jagdrecht“ ein. Neben Politikern aus verschiedenen Fraktionen vertraten der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Herr Dr. Möhlenbruch und der Kreisjagdberater Herr Pape die Jagdanliegen in einer sehr sachlichen und glaubwürdigen Weise. Die Besucherzahl ließ allerdings nicht vermuten, dass das Thema für Jäger von hoher Bedeutung wäre.

Einen bekennenden Sympathisanten haben wir auf jeden Fall. Das ist Herr Pastor Dr. Herbert Breuer. Ich denke er hat auch viele von uns für seine Sache zu Sympathisanten und mehr gewonnen. Herr Dr. Breuer zeigt uns beispielhaft wie aus kritischen Geistern wohlwollende Geister werden. Seine Hubertusmessen auf Servatius am 1. Mai und bei der Siebengebirgsjagd sind allen Jägern in bester Erinnerung. Die Hubertusmesse in der Kirche St. Johann Baptist in Bad Honnef ist allen Kirchenbesuchern ein Erlebnis. Die Hauptakteure für dieses Ereignis sind die Jagdhornbläser. Ihr Konzert sorgt für ein volles Gotteshaus. Und wenn Frau Calkin den Zuhörern, Zitat, „geistige Freude“ bringen will, so ist dieses großartig gelungen. Frau Calkin, den Bläsern, den Falknern und den vielen Helfern die für eine geschmückte Kirche sorgten gilt unser Dank.

Auch bei anderen Veranstaltungen präsentierte sich der Hegering in der Öffentlichkeit.

Am 18. Mai fand am Forsthaus Lohrberg der Tag der offenen Tür statt. Der Hegering konnte einem breiten Publikum eigene und geliehene Tierpräparate vorstellen. Viele Fragen zur Jagd wurden durch die Standbetreuer beantwortet. Auch die vierbeinigen Jagdhelfer um Birgit Wermerskirchen ließen sich wie echte Profis ganz gelassen bewundern. Die geflügelten Stars um die Falknerin Petra Holz waren wie immer ein Publikumsmagnet.

Eine ebenso große Resonanz erlebte der Hegering beim Weiherfest am Haus Schlesien in Heisterbacherrott.

Beim Schützenfest in Rhöndorf organisierte der Schützenbruder und Jäger Winfried Redeligx zusammen mit vielen Helfern ein gelungenes Fest. Traditionsvereine wie Schützen und Jäger zeigen, dass beide in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft fest verwurzelt sind.

Aber auch speziell für Jäger und interessierte Freunde wurden Veranstaltungen organisiert.

Iris Meyer kümmerte sich in hervorragender Weise um ein Fortbildungsangebot, dass nicht nur ihren Jungjägern zu Gute kam.

Der Büchsenmacher Holger Haas schilderte bei einem Vortragsabend eindrucksvoll die Vor- und Nachteile bleifreier Munition. Insbesondere bei Jagdarten mit weiter Schussentfernung muss sich der Schütze genau über die Munitionswirkung informieren.

Im April und Mai fand ein zweiteiliges Anschußseminar mit dem Revierjagdmeister David Fuchs statt. Mit viel praktischer Erfahrung erläuterte er wie Nachsuchen möglichst vermieden werden. Aber auch dass man Pürschzeichen leicht übersieht und im Zweifelsfall eine ordentliche Kontrollsuche erforderlich ist.

Unter der Leitung von Iris Meyer nahm am 28. August das Sommerfest für alle Jäger und Freunde Formen an. Im Organisationsteam standen ihr Jürgen Semmelsberger, Rüdiger Franz, Jürgen Kuhle, Heinz Jüngst, Uwe Albrecht, Bernd Zimmermann und Markus Blaha zur Seite. Im Steinbruch Nasseplatz spielten die Jagdhornbläser auf. Für reichlich kulinarischen Genuss war gesorgt. Bei etwas frischem Wetter und guten Getränken tauschen sich die Freunde des Hegerings über alle wichtigen Themen aus.

Die Jungjäger sind eine Stütze unseres Vereins und immer zur Stelle wenn helfende Hände gebracht werden. Recht vielen Dank an alle Jungjäger.

Im Herbst trafen wir auch den letztjährigen Referenten der Jahreshauptversammlung wieder. Der Berufsjäger Ulf Muuss führte uns in die Tätigkeit der Bird-Control am Köln-Bonner Flughafen ein. In seinem Revier soll möglichst wenig Wild, insbesondere Flugwild, vorkommen. Es gestaltet sich genauso schwierig gegen die Natur zu arbeiten wie mit der Natur und im Ergebnis kommt wieder eine Natur der besonderen Art heraus. Die Initiative geht auf Anna Maria Müller zurück.

Guntram Lohmann organisierte nicht nur die öffentlichen Auftritte als Obmann für Lernort Natur und für jagdliches Brauchtum. Wie immer fungierte er als Botschafter in Schulen. Seine Verdienste können nicht hoch genug geschätzt werden.

Eine breite Öffentlichkeit wird durch Dr. Bernd Zimmermann angesprochen. Er pflegt einen intensiven Kontakt zur regionalen wie zur überregionalen Presse und beantwortet Anfragen. Dabei werden jagdliche Anliegen in positiver und verständlicher Form präsentiert.

Birgit Wermerskirchen förderte in ihrer überaus kompetenten Art die Ausbildung unserer vierbeinigen Jagdhelfer in den Revieren Dahs/Zmyj und Gierlich/ Wermerskirchen Nicht nur die Hunde schienen ihre Führung zu genießen, auch die Hundeführer pflegen eine gute Gemeinschaft.

Das Schießen als gutes Handwerk wird durch Hans Wellmann und Piet Meyer vorangebracht. Hans Wellmann begleitete die Schrotschützen auf etlichen Übungsschießen. Für den sicheren Kugelschuss organisierte Piet Meyer 7 Termine im Schießkino Wachtberg und eine Veranstaltung mit der KJS. Die Angebote wurden von über 70 Hegeringmitgliedern wahrgenommen. Für das kommende Jagdjahr können Termine vorgemerkt werden. Diese finden sie auf unserer Internetseite.

Die Homepage wird mit viel Akribie durch Anna Maria Müller gepflegt. Es lohnt sich für jedes Hegeringmitglied eine E-Mail-Adresse beim Hegering anzugeben. Viele wichtige Informationen kommen von außen, z.B. dem LJV, und können nur über dieses Medium weitergegeben werden.

Wenn ältere Mitglieder nicht über einen eigenen PC verfügen, sollten sie sich die Informationen durch Angehörige oder Freunde zugänglich machen. Es lohnt sich wirklich!

Das sehr arbeitsintensive Hauptgebiet von Anna Maria Müller ist natürlich ihr Schatzmeisteramt. Hinter den trockenen Zahlen des Kassenberichtes und des Haushaltplanes verbergen sich unzählige Stunden der Kassenverwaltung. Vielen Dank an Anna Maria Müller.

Unser Schriftführer Rüdiger Franz gewährleistet eine umfangreiche Mitgliederverwaltung und ist erheblich in die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung involviert. Er protokoliert die Vorstandsitzungen und sorgt für Mitteilungen im RWJ. Auch für diese Arbeit herzlichen Dank.

Da der Hegeringleiter nach diesem Amtsjahr aus dem Vorstand ausscheidet, möchte er sich bei allen bedanken die ihren Beitrag zur erfolgreichen Arbeit des Hegeringes geleistet haben. Da sind die Vorstandsmitglieder, die Obleute, zahlreiche freiwillige Helfer, die Kreisjägerschaft, die Unterstützer aus Gemeinden und des Landkreises und befreundeter Organisationen.

Ihnen allen sage ich herzlichen Dank und wünsche dem Hegering und allen Mitgliedern alles Gute.

Mit Waidmannsheil

Josef Klöckner

Hegeringleiter

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