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2017-1

600 neue Wildwarnreflektoren schützen die Straßen im Siebengebirge

 Die Jägerschaft des Siebengebirges, der Hegering Siebengebirge, fördert Wildwarnreflektoren auf Straßen im Siebengebirge finanziell. Revierpächter haben bereits unfallträchtige Straßen mit 600 Wildwarnreflektoren ausgestattet. Ziel ist es die anhaltend hohe Anzahl von Wildunfällen zu reduzieren und so einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zum Tierschutz zu leisten

Es ist bereits Nacht, es regnet die Autofahrt führt durch einen Wald, als plötzlich 2 helle Augen im Scheinwerferlicht erscheinen. Bremsen, Reifen quietschen, der Atem stockt, das Wildschwein steht ungerührt auf der Fahrbahn und schaut ins Scheinwerferlicht.

Wer so eine Situation schon einmal erlebt hat weiß, Wild kann durch Scheinwerferlicht geblendet werden und der Fluchtreflex der Wildtiere ist im entscheidenden Zeitraum kurzfristig außer Kraft gesetzt. Die jetzt an Straßenpfosten angebrachten Wildwarnreflektoren setzen etwas eher an und warnen die Wildtiere schon vor dem Überqueren der Straße. Hierzu reflektieren sie blaues Licht in den Bereich des Straßengrabens und schrecken so Wild ab. Für das Wild wirken die Reflektoren dann wie ein blauer Lichtzaun und sie verharren am Straßenrand bis die Gefahr vorüber ist.

Untersuchungen haben ergeben, dass Wildtiere blaues Licht meiden und als Gefahr war nehmen, da dieses in der Natur praktisch nicht vorkommt aber von Rehen und Wildschweinen gesehen werden kann.

Rund 30% der Jagdstrecke 2016 beim Rehwild in Bad Honnef fiel dem Straßenverkehr zum Opfer und erzeugte dabei natürlich auch Sach- und Personenschäden. Die Verteilung der Verkehrsverluste ist dabei im Kreis durchaus sehr unterschiedlich. In Königswinter gab es 2016 nur 16,5% Verkehrsverluste beim Rehwild. Etwas besser sieht es bei den Wildschweinen aus. Rund 9% der Wildschweine in Königswinter und Bad Honnef sind 2016 im Straßenverkehr getötet worden. Dafür ist das Schadenspotenzial bei einem Wildschwein, das im Schnitt 60kg aber auch bis 150kg wiegen kann deutlich höher.

Erfahrungen aus Schleswig-Holstein zeigen ein ermutigendes Bild. Hier konnte die Anzahl der Wildunfälle zwischen 2005 und 2016 von 15 841 auf 11 790 reduziert werden. Während dieser Zeit hatte die dortige Jägerschaft 50 000 Wildwarnreflektoren angebracht.

Der Hegering Siebengebirge hofft nun durch die Wildwarnreflektoren ebenfalls einen Rückgang der Wildunfälle zu erzielen und leistet so einen Beitrag zur Verkehrssicherheit und zum Tierschutz in der Region. Jeder Reflektor wurden mit einem 50% Zuschuss aus Tierschutzmitteln des Vereins gesponsert. Insgesamt wurden bereits 600 Reflektoren an besonderen Gefahrenstellen in bislang acht Revieren montiert. Diese sind unter anderem im Schmelztal zwischen Bad Honnef und Aegidienberg zu sehen.

Diese Pressemitteilung von Bernd Zimmermann fand in der örtlichen Presse eine sehr große Aufmerksamkeit. Alle Zeitungen berichteten in umfangreichen Artikeln in Wort und Bild über diese Aktion und würdigten so die Arbeit unseres Hegeringes mit klaren Worten. Ein ganz wichtiger Beitrag für die Öffentlichkeitsarbeit, die unsere Arbeit für den Tierschutz im Siebengebirge ins Gespräch bringt.

Danke an alle Beteiligten für Anbringen, Abrechnen, Kostenübernahme und Organisation dieser sehr gelungenen Aktion!!!!

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