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2013

Besuch im Basaltwerk in Königswinter-Hühnerberg

In unregelmäßigen Abständen bietet der Hegering seinen Mitgliedern Exkursionen in die nähere und weitere Umgebung an. NExkursion-Huehnerbergach einer biologischen Führung in der Nähe des Flugplatzes in Eudenbach, entstand die Idee das Basaltwerk in Hühnerberg zu besuchen.

Nach kurzfristiger Absage mehrerer Personen trafen sich am 22. Juni 2013 zehn Mitglieder z.T. mit Geologenhammer ausgestattet, um unter der kurzweiligen Führung des technischen Werkleiters Hans Gerd Schlangen das im Hegeringgebiet liegende Basaltwerk zu besuchen. Es ist bekannt als Ursprungsort der diversen im Straßen – und kreativen Landschaftsbau verwendeten Produkte wie z.B. Split, Gesteinsmehl oder die Basalt Gartenbausteine.



Im Werk Hühnerberg, das zur „Rheinische Provinzial- Basalt- u. Lavawerke GmbH & Co. OHG (RPBL)“, mit insgesamt 250 Mitarbeitern gehört, wird seit 1904 Basalt abgebaut. Mit 38 Mitarbeitern sowie 8 Fahrern eines Subunternehmers werden am Hühnerberg 1,4 Mio Tonnen Basalt pro Jahr gewonnen. Die beeindruckende Abbaustelle, mit den Maßen 900 x 500 m und 70 m tief, bietet noch Material für ca. 10 Jahre. Die Säulenstruktur des Basalts im Hühnerberg liegt bei 600 mm, ein wenig überdimensioniert für dekorative Gartenelemente.

Um an neues Material zu gelangen, wird 1 x wöchentlich mit ca. 40 kg. Sprengstoff, der zuvor in 18 m langen Löchern verbaut wurde, gesprengt.

Lt. Herrn Schlangen gelingt es, die Sprengungen ohne Belastungen der Nachbarschaft durchzuführen. Wo so viel Material entnommen wird, verändert sich die Landschaft. Die Ursprungshöhe des Hühnerbergs lag einmal bei über 336 m, zur Zeit sind es 204 m und bis zum Ende des Abbaus werden es noch einmal 20 m weniger sein. Das Gebiet steht seit 12 Jahren völligExkursion-Huehnerberg-3 unter Naturschutz, für den Tagebau greift jedoch unter Auflagen ein Bestandsschutz. Als unterstützende Maßnahme fahren einmal im Jahr die im Tagebau eingesetzten Radlader um den oberen Rand der Abbaustelle, um in den Fahrrillen den im Gebiet lebenden Molchen und den Geburtshelferkröten ihren Lebensraum zu erhalten. Auch wird halbjährlich die Seite der Abbaustelle gewechselt, damit die geschützte Mauereidechse ihren Standort anpassen kann. Noch ein wenig Zahlenmaterial: Die Reifen der eingesetzten Radlader sind ca. 2 m hoch und halten 3-4 tausend Betriebsstunden, also 2,5 Jahre. Die Kosten eines neuen Reifens liegen bei 12.000 €. Der Dieselverbrauche beträgt 70 l je Betriebsstunde, da ist der Muldenkipper mit 50 l weniger durstig. Sie laufen im Schnitt 8 Jahre, dann müssen sie generalüberholt werden.

Die Ladung der Muldenkipper liegt bei 65 Tonnen, die sie dann in den Vorbrecher kippen. In diesem sind Brechbacken von 1,40 x 2,00 m enthalten, die die Basaltstücke in kleinere Stücke brechen. Die Kosten der Brechbacken in denen Mangan enthalten ist, liegen bei 14.000 €. Je nach weiterer Verwendung werden die Basaltstücke anschließend über 11 weitere Brecher und Kreiselbrecher bearbeitet und dann mit Förderbändern bis zur 1,2 km entfernten Lagerstätte nach Nonnenberg transportiert. In der Stunde werden 500 t Basalt verarbeitet. Allein die Stromkosten hierfür liegen pro Jahr bei 1,5 Mio €. Von dem im Tagebau gewonnen Basalt werden 100 % verwendet, es gibt keinen Abfall. Eine Ausbeute auf die man in Hühnerberg zu recht Stolz ist. Viele Fragen konnte Herr Schlangen während der sehr sachkundigen und informativen Führung den Hegeringmitgliedern beantworten und das ein oder andere Produkt wird sicherlich im heimischen Garten- und/oder Landschaftsbau Verwendung finden.

Im Namen der begeisterten Hegeringmitglieder bedankte sich die Schatzmeisterin für die in seiner Freizeit durchgeführte Führung bei Hans Gerd Schlangen.

Es lohnt sich immer wieder die Naturschätze in unserer Heimat zu erkunden.

Anna Maria Müller

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